{"id":69,"date":"2017-01-01T11:32:49","date_gmt":"2017-01-01T11:32:49","guid":{"rendered":"http:\/\/sav-ennabeuren.de\/wordpress\/?page_id=69"},"modified":"2017-01-01T11:33:00","modified_gmt":"2017-01-01T11:33:00","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sav-ennabeuren.de\/wordpress\/?page_id=69","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Wie in den Jahrgangsheften nachzulesen ist, gab es in Ennabeuren und Umgebung schon einige Jahre vor Gruendung unserer Ortsgruppe einen Albverein. Dieser Namensbruder war haupts\u00e4chlich landwirtschaftlicher Art und wurde vom Landtagsabgeordneten Rath aus Ennabeuren viele Jahre lang geleitet.<br \/>\nDie Ortsgruppe Ennabeuren wurde im Jahre 1892 gegr\u00fcndet. Sie geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Ortsgruppen im Schw\u00e4bischen Albverein, da sie bereits 4 Jahre nach der Gr\u00fcndung des Hauptvereins ins Leben gerufen wurde. Die Gr\u00fcndungsmitglieder unserer Ortsgruppe waren Lehrer Alfons Merkt, Pfarrer Adolf Kolb, Schultheiss Johannes Bosch, Kaufmann Ernst Koch und Jakob Rath. Zum ersten Vertrauensmann der Ortsgruppe wurde Lehrer Alfons Merkt gew\u00e4hlt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Wegzug 1898 inne. Der Mitgliederstand betrug zum Ende des Gr\u00fcndungsjahres 10 Personen. Dieser stieg bis 1901 auf 37 Mitglieder. Der Schw\u00e4bische Albverein war in der Zeit um 1900 ein typisch b\u00fcrgerlicher Verein. Eine Erhebung der Berufsangaben von 461 Vertrauensm\u00e4nnern ergab, da\u00df davon 129 Lehrer, 102 Gesch\u00e4ftsleute, 56 B\u00fcrgermeister, 55 Geistliche, 28 F\u00f6rster, einige Apotheker, \u00c4rzte und Beamte waren. Diese geh\u00f6rten alle der Mittel und Oberschicht an. Aus diesem Grunde wurde der Albverein auch lange Zeit als \u201cHerrenverein\u201d bezeichnet.<br \/>\nVon 1899 bis 1927 war Schuhmachermeister Johannes Unsold Vertrauensmann der Ortsgruppe. Unter seiner Initiative wurde vom Hauptverein um die Jahrhundertwende ein h\u00f6lzerner Aussichtsturm mit 13 Meter H\u00f6he beim Kapelle erbaut. Dieser ist ein Ersatz f\u00fcr den in das Gebiet des Truppenuebungsplatzes (1895) gefallenen und daher nicht mehr ben\u00fctzbaren Aussichtsturm auf Heroldstatt. Der neu errichtete Aussichtsturm wurde aber im Jahre 1912 wegen Bauf\u00e4lligkeit wieder abgebrochen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges und auch danach war die Wandert\u00e4tigkeit sehr flau. Die wichtigste Aufgabe des Albvereins und seiner Ortsgruppen bestand in den Kriegsjahren darin, das Nationalbewu\u00dftsein zu f\u00f6rdern. Angesichts der t\u00e4glichen neuen Opfer wurde auf das Wandern ganz verzichtet. Beim Bau der ersten Blockh\u00fctte im Tiefental (1925) halfen aber auch Mitglieder unserer Ortsgruppe tatkr\u00e4ftig mit Erst der F\u00fchrungswechsel im Jahre 1928, als Fritz Koch Vertrauensmann wurde, brachte den erhofften Aufschwung. Die Wandert\u00e4tigkeit wurde wieder reger und auch die Mitgliederzahl erh\u00f6hte sich. Mit Lydia Hilsenbeck trat 1932 die erste Frau in die Albvereins-Ortsgruppe ein. Dies war damals keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Im Jahre 1934 legte Fritz Koch das \u201cAlbvereinspl\u00e4tzle\u201d mitten im Ort an. Den Zaun hatte der stellvertretende Vertrauensmann Jakob Manz angefertigt. Die damaligen politischen Machthaber beeinflusstenzu der Zeit auch das Vereinsleben in erheblichem Ma\u00dfe. So mu\u00dfte dieser wundersch\u00f6ne Platz gegen den Willen der Ortsgruppe zum Adolf-Hitler-Platz umbenannt werden. Ein seh trauriger Augenblick war f\u00fcr Fritz Koch, als der von ihm selbst gepflegte Platz im Jahre 1955 dem Bau einer \u00f6ffentlichen Wasch- und Badeanstalt weichen musste.<br \/>\nIm Zweiten Weltkrieg hatte der Verein wieder eine schwere Krise zu \u00fcberstehen. Das Vereinsleben kam g\u00e4nzlich zum Erliegen. Auch nach dem Krieg wurde mit den harten Auflagen der Besatzungsm\u00e4chte dae Vereins- und Wanderleben sehr behindert, nicht zuletzt mit der Schaffung einer franz\u00f6sischen und amerikanischen Zone in unserem Wandergebiet.<br \/>\nIm Jahre 1951 wurde durch die Auflockerung der Besatzungsvorschriften der Verein von Fritz Koch wieder neu ins Leben gerufen. Die sogenannte alte Garde konnte leider nicht hin\u00fcbergerettet werden, so da\u00df Vertrauensmann Koch die schwere Aufgabe zufiel, mit jungen und neuen Kr\u00e4ften den Verein wieder aufzubauen. Da\u00df der Nauaufbau sehr gut gelang, belegt die rege Wandert\u00e4tigkeit in den 50er Jahren. Bei den Ganztagswanderungen gabs stets ein warmes Mittagsmahl das der Vertrauensmann f\u00fcr seine Wanderer selbst zubereitete. In dieser Zeit sei auch an den r\u00fchrigen Kassier und stellvertretenden Vertrauensmann Karl K\u00f6pf gedacht, der im Jahre 1966 verstorben ist und trotz seines K\u00f6rperleidens an den meisten Wanderungen selbst im Gebirge teilnahm. Dieses Mitglied hatte sich bei den verschiedensten Anl\u00e4ssen um den Verein verdient gemacht. Hier m\u00f6chten wir auch die Verdienste des im selben Jahr verstorbenen Hans Gnann erw\u00e4hnen, welcher in selbstloser Weise an vielen stillen Platzchen eine Ruhebank errichtete. Auch der verstorbene Christian Bader war ein stets hilfsbereites Mitglied.<br \/>\nUm einmal weitere abgelegene Ziele zu erwandern, f\u00fchrte die Ortsgruppe in den 60er Jahren die erste Hochgebirgswanderungen zum Iseler, Imberger Horn und zu der 2960 Meter hoch gelegenen Cesaplana-Alp durch.<br \/>\nDie l\u00e4ngst beabsichtigte Neugr\u00fcndung einer Jugendgruppe gelang im Jahre 1965, trotz gr\u00f6\u00dfter Bedenken der Geistlichkeit. Hans Lohrmann und Hauptlehrer Martin Schwenkmezger erkl\u00e4rten sich zur Betreuung der Jugendgruppe bereit.<br \/>\nDas Jahr 1966 brachte einschneidende Ver\u00e4nderungen in der Vereinsf\u00fchrung. Fritz Koch legte nach 38 Jahren sein Amt als Vertrauensmann nieder. Auch die anderen \u00c4mter mu\u00dften neu besetzt werden. Duch \u00f6ffentliche Abstimmung wurde Karl Spitz mit gro\u00dfer Mehrheit zum neuen Vertrauensmann der Ortsgruppe gew\u00e4hlt. Ein Jahr danach konnte der Verein erstmalein Jubil\u00e4um feiern. Nachdem das 25j\u00e4hrige in den 1. Weltkrieg und das 50j\u00e4hrige mitten in den 2. Weltkrieg fiel, feierte der Verein sein 75j\u00e4hriges Bestehenam 21. und 22. Oktober 1967 im Gasthaus R\u00f6\u00dfle.<br \/>\nEin weiteres bedeutendes Ereignis des Vereins fiel in dei Amtszeit von Karl Spitz. Am 2. Januar 1971 fand im Gasthaus R\u00f6\u00dfle die Gr\u00fcndungsversammlung der Trachtenkapelle statt. Der Vertrauensmann konnte damals 24 musikbegeisterte Versammlungsteilnehmer begr\u00fc\u00dfen. Der zuk\u00fcnftige Dirigent Hans Z\u00e4h erl\u00e4uterte dem interessierten Personenkreis den Ausbildungsgang. Nach anschlie\u00dfender Einzelbefragung erkl\u00e4rten sich spontan 16 Personen bereit, der neu gegr\u00fcndeten Trachtenkapelle als aktives Mitglied beizutreten. Die erste Probe fand am Montag, den 11. Januar 1971 um 19:30 Uhr im Gasthaus R\u00f6\u00dfle statt. F\u00fcr die weiteren Proben stellte man beim B\u00fcrgermeisteramt den Antrag, auf Ben\u00fctzung eines Schulraumes. Die Trachtenkapelle entwickelte sich unter ihrem t\u00fcchtigen und engagierten Dirigenten Hans Z\u00e4h sehr rasch zu einer guten Blaskapelle mit einem hohen Leistungsstand.<br \/>\nNeben dem Wandern pr\u00e4gten auch vielerlei andere Aktivit\u00e4ten das Vereinsleben in den 70er und 80er Jahren. So wurde erstmals 1976 in der Ortsmitte ein Dorfhock veranstaltet. Gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit erfreuten sich auch die Faschingsveranstaltungen. Viele Besucher aus nah und fern kammen zu den orginellen Umz\u00fcgen am Faschingsdienstag und bewunderten den Ideen- und Einfallsreuchtum einiger Mitglieder unserer Ortsgruppe. Auch die Nikolausfeier bei der 1979 erbauten Wanderh\u00fctte auf Hermannsb\u00fchl, ist f\u00fcr die kleinen B\u00fcrger unserer Gemeinde ein Erlebnis.<br \/>\nGemessen an fr\u00fcheren Zeiten kennzeichneten die letzten 15 Jahre der Vereinsgeschichte ein reger Vorstandswechsel. 1977 gab Karl Spitz nach 11j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit seim Amt in j\u00fcngere H\u00e4nde ab. Sein Nachfolger wurde Ewald Jungbauer. Durch seinen beruflich bedingten Weggang aus Ennabeuren w\u00e4hlte man Rudolf Weberru\u00df 1983 zum neuen Vertrauensmann der Ortsgruppe. Von 1989 bis 1997 war Reiner Manz Vertrauensmann der Ortsgruppe. Von 1997 bis 2008 war wieder Rudolf Weberru\u00df Vertrauensmann der Ortsgruppe. Seit 2009 ist jetzt Holger Ziegler Vertrauensmann der Ortsgruppe Ennabeuren.<br \/>\nIm Jahr 1996 wurde es durch beschlossene Entscheidung der Vorstandschaft notwendig die Ortsgruppe des Schw\u00e4bischen Albvereins mit Ihrer Abteilung Trachtenkapelle zu trennen. Am 27. Januar 1996 war die Gr\u00fcndungsversammlung der Albverein Trachtenkapelle Ennabeuren e.V. An diesem Temin wurde aber beschlossen, dass die beiden Vereine auch weiterhin gemeinsam gef\u00fchrt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in den Jahrgangsheften nachzulesen ist, gab es in Ennabeuren und Umgebung schon einige Jahre vor Gruendung unserer Ortsgruppe einen Albverein. Dieser Namensbruder war haupts\u00e4chlich landwirtschaftlicher Art und wurde vom Landtagsabgeordneten Rath aus Ennabeuren viele Jahre lang geleitet. Die Ortsgruppe Ennabeuren wurde im Jahre 1892 gegr\u00fcndet. 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